Die Geschichte hinter "Family Tree"

Veröffentlicht am 20. August 2026 um 00:30

Der Anfang

Dieses Bild war das erste auf der Reise, die Liebe zur Kunst wiederzufinden.

Es war ein heißer Sommertag, als ich mit meiner besseren Hälfte neben der Donau spazierte und er meinte, dass die Kunst immer ein Teil von mir sein würde und warum ich ihr nicht doch noch eine Chance gäbe. Und ohne groß zu überlegen, sagte ich: „Ja, wieso nicht? Ich könnte es versuchen… Was soll schon passieren?“

Und seit diesem Tag begann meine Reise, den ausgehungerten Teil meiner Seele wieder zu nähren.

Zu Hause sah ich mir alte Skizzenbücher durch, um ein Motiv zu finden, das schon zehn Jahre alt war und mir nach diesem Gespräch bereits als erste Idee im Kopf herumirrte. Das Bild, welches auf der Leinwand entstehen sollte, war schon klar in meinem Kopf zu sehen und seine Bedeutung war sehr persönlich - etwas, das mich mein ganzes Leben begleiten würde.

Die Bedeutung

Dieses Motiv ist eines der vielen Fenster zu meiner Seele.

Der Name des Bildes verrät schon, worum es geht. Das Motiv befindet sich in einer trockenen Wüste, wo weit und breit kein Leben zu erblicken ist, bis auf den Baum, der direkt vor uns steht. Der Baum ist bekanntlich ein Symbol für das Leben. Vor allem aber steht er hier für die Familie, wofür auch der Begriff „Familienstammbaum“ passend ist. Er ist in seiner eigentlichen Form zu sehen, nur ist nicht zu übersehen, dass seine Äste abgeschnitten sind und bluten. Trotz dessen sind sie jedoch an dem Platz, an den sie gehören, und nicht am Boden.

Der Abstand der Äste soll auch den Abstand zur Familie widerspiegeln und das Blut den Schmerz, der damit einhergeht. Dieser Abstand kann in Form von irdischer Ferne betrachtet werden, aber auch als Ferne des Jenseits. Die Äste sind auch nicht kahl, sie haben saftige, grüne Blätter. Der Baum lebt und er wächst weiter. Er hat auch Augen in seinem Stamm, welche sich umsehen und Teil seines Seins sind, denn sie sind das „Fenster zur Seele“. Sie spiegeln Gefühle und Gedanken, jedoch werden wir diese nie erfahren, nur der Baum selbst kennt sie.

In dieser trockenen Gegend, in der man sich fragen würde, wie er denn überhaupt leben oder überleben kann, greifen seine großen, starken Wurzeln nach dem Wasser der blauen, erfrischenden Oase, welche nicht weit entfernt ist. In dieser Oase schwimmen zwei Schwäne. Sie sind ein Symbol für die Liebe, denn Schwäne bleiben ein Leben lang zusammen, wenn sie ihre bessere Hälfte gefunden haben. Die Oase ist somit ein Symbol für die Liebe, und diese Liebe ist der Grund, dass der Baum lebt.

Der Himmel zeigt uns nicht, ob es deutlich Nacht oder Tag ist, denn er ist hell, jedoch sind Sterne zu sehen. Es ist weder Tag noch Nacht, es ist etwas dazwischen.

Die Wolken haben Augen. Sie sind stille Beobachter und Aufpasser und werden in weiteren Bildern als wiederkehrendes Motiv genutzt.

 

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